"Mit FIReTAB® haben wir eine Einsatz-Software für alles"

Daniela Obrecht, 19.06.2017

Wie wird FIReTAB® von Feuerwehren eingesetzt? Wir haben nachgefragt bei Urs Ackermann, Kommandant Stv. Feuerwehr Pizol. FIReTAB® ist hier seit Anfang 2015 im Einsatz.

Warum haben Sie sich für FIReTAB® entschieden?

Wir wollten eine Einsatz-Software für alles. Mit FIReTAB® haben wir diese gefunden. Im Depot haben wir die Bildschirmanzeige mit der Alarmmeldung, Angaben zum Einsatzort und der Möglichkeit, weitere wichtige Infos anzuzeigen. Auf den Tablets sehen wir gleich, ob es Einsatzdaten zum betroffenen Objekt gibt, auch die Übersicht mit den Plänen (Wasser, Abwasser, Gas, Hausnummern) steht direkt zur Verfügung. Ausserdem machte das FIReTAB®-Team bei der Präsentation einen guten Eindruck auf uns. Auf unseren Wunsch, eine Zusatzprogrammierung für die Zeiterfassung zu realisieren wurde sofort eingegangen. Die Zusammenarbeit funktioniert also sehr gut und das Team ist bereit, das System noch weiter zu bringen.

Welche Erfahrungen machen Sie mit der Datenerfassung?

Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir die Hausaufgaben bei der Einsatzplanung gemacht haben. Wir haben ein gutes Team, das diese erstellt und auf dem neusten Stand hält. So war es einfach, all unsere Einsatzpläne ins FIReTAB®-System zu importieren. Das Importieren an sich geht sehr einfach und war in relativ kurzer Zeit erledigt.

Was bringt FIReTAB® der Feuerwehr Pizol?

Mit FIReTAB® verschaffen wir uns schnell den Überblick, wo das Ereignis ist, der nächste Hydrant steht oder ob das Gebäude einen Gasanschluss hat. Ebenfalls sind die Einsatzpläne oder andere wichtige objektbezogene Informationen sofort abrufbar. Strassensperrungen sind auch gleich ersichtlich. So können wir sofort eine alternative Route suchen. Was auch praktisch und interessant ist, ist die Statusanzeige mit den Zeiten. So sehen wir zum Beispiel, wie lange es ging, bis das erste Fahrzeug aus dem Depot fuhr und wann es am Einsatzort eintraf. Wir haben im Einsatz auch schon mit dem Journal gearbeitet und das Kroki erstellt. Dies wurde von den AdF der Führungsunterstützung sehr positiv beurteilt.

Wie sehen Sie persönlich die Zukunft der Milizfeuerwehr?

Die Milizfeuerwehr wird und muss ein Bestandteil der Zukunft sein. Es ist aber auch so, dass der zeitliche Aufwand immer grösser wird. Es ist wichtig, die AdF möglichst von administrativen und materiellen Aufgaben zu entlasten, damit nicht plötzlich alles zu viel wird. Daher wird es wohl immer mehr Feuerwehren geben, die zwischen 100 und 300 Stellenprozente für diese Aufgaben haben. So können sich die restlichen AdF auf die Übungen und Einsätze konzentrieren.

Über die Feuerwehr Pizol

Die Feuerwehr Pizol ist eine freiwillige Feuerwehr. Ihr Einsatzgebiet umfasst 181,34 Quadratkilometer und erstreckt sich über die drei Politischen Gemeinden Mels mit dem Weisstannental, Vilters-Wangs mit dem Pizolgebiet und Sargans. Für die gut 19'000 Einwohner im Ausrückungsbereich der Feuerwehr Pizol wird rund um die Uhr mit 115 AdF der Einsatz sichergestellt. Die Feuerwehr betreut zur Zeit 60 automatische Brandmeldeanlagen in ihrem Zuständigkeits-Gebiet. Einschliesslich die grossen Einkaufsgeschäfte in der Nähe der Autobahnausfahrt Sargans-Mels. Im weiteren ist die Feuerwehr Pizol auch Strassenrettungs-Stützpunkt. Das Einsatzgebiet umfasst die oben erwähnten Gemeinden sowie die Gemeinde Wartau im Rheintal, die Autobahn A3 zwischen Flums und Bad Ragaz sowie die Autobahn A13 zwischen Sargans und Sevelen. Im Kanton St. Gallen betreut die Feuerwehr Pizol somit den längsten Autobahnabschnitt von total 35 km. Zudem unterstützt sie die umliegenden Gemeinden im Bedarfsfall personell und materiell.